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Freixenet ohne Momm

Dr. Hans-Joachim Momm, seit 31 Jahren Geschäftsführer der Freixenet GmbH, Mainz, verabschiedet sich Ende des Monats in den Ruhestand. Momm etablierte Cava als Kategorie im LEH. Freixenet stieg mit eigener Marketing- und Vertriebseinheit unter Momms Ägide zu einem der großen Player im deutschen LEH auf. Dazu war Momm in 40 Exportmärkten in Osteuropa und Zentralasien für das internationale Sekt- und Weinportfolio des katalonischen Cava-Herstellers verantwortlich.

Sein Abschied kommt zu einem passenden Zeitpunkt. Mitte März hatten die Katalanen 50,67 Prozent der Anteile und Stimmrechte an der Freixenet S.A. an die Oetker-Tochter Henkell International GmbH verkauft. Der Deal muss von der EU-Wettbewerbsbehörde noch freigegeben werden. Laut Recherchen der Weinwirtschaft ist in der Anmeldung ist nicht mehr von einer Übernahme von Anteilen die Rede, sondern von der "Kontrolle über die Gesamtheit von Freixenet". Die EU-Kommission wolle die Entscheidung voraussichtlich am 27. Juli 2018 bekannt geben.

Im vergangenen Jahr war Freixenet in Deutschland noch zur weitgrößten Sektmarke hinter Rotkäppchen  aufgestiegen, wofür Marktbeobachter eine laxe Preispolitik Freixenets verantwortlich machen. Momm hatte die Braut noch schick gemacht. Nun überlässt er Henkell das Feld.

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